Weltbürgerflagge

 

Die Weltbürgerbewegung

 

Ansätze der Weltbürgerbewegung gabe es breits in den USA der 20er Jahre. Es traten hauptsächlich die Weltföderalisten für einen Weltbundesstaat ein und engagierten sich bei der Entstehung der UNO. Die Bewegung war von Anfang an westlich geprägt, denn die Sowjetunion sah in solchen Ideen stets einen Angriff auf ihre Souveränität und reagierte entsprechend. So standen die Vereinten Nationen von Anbeginn an unter einen ungünstigen Stern. Es ließen sich dennoch weltweit Hunderttausende als Weltbürger registrieren.

 

Kurzer Bericht in der Deutschen Wochenschau von 1949 - im Vorspann zu den in den Kinos laufen Filmen.

 

Zu der Registrierung von Weltbürgern kam eine Kampagne hinzu, welche die Erklärung von "Weltbürgerterritorien" anstrebte. Zur erste Weltstadt in dem Sinne erklärte sich Cahors, Hauptstadt des Départements Lot. Es folgten alleine in Frankreich über 500 Orte. Eine Chronologie der Ereignisse kann man im RECIM-Info vom Januar 2007 (PDF) nachlesen. Im Juli 2017 war in der britischen Tageszeitung "The Guardian" ein Artikel dazu erschienen, der vom "Freitag" in deutscher Übersetzung veröffentlicht wurde. Genau wie das Weltbürger-Register wird heute auch diese Kampagne fortgesetzt.

 

Einen Überblick über die Geschichte um das Weltbürger-Register von 1948 bis 2018  vermittelt dieses Diaporama in französischer Sprache (auf Bild klicken).

Übersetzungen in Englisch und Esperanto.

In Deutschland begann die Weltbürgerbewegung bereits 1946, im Kreis von bei den Nürnberger Prozessen zugelassenen Journalisten. Es wurden in den drei westlichen Besatzungszonen verschiedene Vereine gegründet, welche Zusammenschlüsse anstrebten. Eine ausführliche Darstellung bietet der aus dem Jahr 1949 stammende Artikel:

Weltregierung - Für und wider eine Idee (PDF)

Im Laufe der 50er Jahre schrumpfte die Weltbürgerbewegung in Deutschland bis auf vereinzelte, unbedeutende, teils irrationale Zirkel zusammen. Aktuellere Informationen aus der Bewegung kann man beim Weltbürger-Informationsdienst nachlesen.

 

Heute können wir von einem erweiterten Begriff der Weltbürgerbewegung ausgehen. Unzählige Menschen setzen sich in einer Vielzahl von Organisationen aktiv für eine bessere Welt ein. Sie sind alle Weltbürger. Es fehlen allerdings oftmals konkrete,  positive Zukunftsperspektiven. Deshalb ein Aufruf an alle, die eine bessere Welt wollen und sich dafür einsetzen. Zum Text auf das Bild klicken!

 

Informationen über Neuigkeiten und Aktivitäten gibt es auf der nächsten Seite.