Weltföderalismus

 

Unter Weltföderalismus versteht man die Einsicht, dass die Prinzipen des Föderalismus, wie sie heute bereits in vielen demokratischen Rechtsstaaten erfolgreich funktionieren, ebenso global angewandt werden können. Unter Weltföderalisten gelten sie als die bestmögliche Form zur politischen Vereinigung der Menschheit. Siehe dazu die Beiträge im Weltbürger-Forum:

Auf dem Weg zur demokratischen Weltföderation

Weltföderation - Modell globaler Gesellschaftsordnung

 

Im Weltbürger-Manifest „Plattform Planet Erde“ von 1997 heißt es:

 

>>> Unser Ziel ist „... eine solidarische Weltföderation mit Planung der Zukunft der Menschheit im Dienste von Frieden, Wohlfahrt und Kreativität,“ (Ossip K. Flechtheit). Weltföderalismus bedeutet hier auch, dass sich der Föderalismus auf der ganzen Erde zum durchgehenden politischen Ordnungsprinzip entwickeln muss, vom kleinsten Dorf bis hin zur globalen Gemeinschaft. Der Weltföderalismus wird garantieren, dass alle örtlichen und regionalen Besonderheiten berücksichtigt und gewahrt bleiben und dass lebendige Demokratie auf allen Ebenen gedeihen kann. <<<

 

So wie in den meisten Bereichen des Weltbürgertums kam es seit der Deklaration von Montreux (PDF) in der weltföderalistischen Bewegung zu vielfältigen Wirrungen, wozu auch Weltföderalisten in Deutschland beitrugen. Heute gibt es die

World Federalist Movement

mit Sitz in New York und Den Haag. Ihr gehören Weltbürger-Organisationen rund um den Globus an.

 

In Deutschland wird der Weltverband durch den Verein Democracy without Borders (vormals Komitee für eine demokratische UNO, KDUN) vertreten, der auch die UNPA-Kampagne für ein demokratisches Weltparlament betreibt. Leider lässt der Verein selbst keine demokratischen Strukturen erkennen, was nicht zum Vereinsnamen passt. Die mangelnde Transparenz vermittelt den Eindruck, als handele es sich um einen elitären Club, der sich nicht gerne in die Karten schauen lässt. Es sei deshalb auf die kritische Bestandsaufnahme im Weltbürger-Forum hingewiesen.